Erfahrungen & Bewertungen zu Silke Lemhöfer

Ständige Müdigkeit trotz viel Schlaf – und keiner nimmt dich ernst? Was dein Körper dir wirklich sagt

Du wachst morgens auf und bist sofort am Limit? Warum diese Erschöpfung kein Schlafproblem ist – und was dein Körper dir wirklich sagen will.
Frau am Laptop, die müde wirkt – ständige Müdigkeit trotz viel Schlaf

Es gibt Zeiten in meinem Leben, da wache ich morgens auf und weiß sofort, das wuppe ich heute nicht. Allein der Gedanke ans Aufstehen kostet mich mehr Kraft, als ich habe.

Mein Kopf fühlt sich an wie in Watte gepackt, mein Körper ist bleischwer und das, obwohl ich acht oder neun Stunden geschlafen habe.

Vielleicht kennst du das auch: Diese ständige Müdigkeit trotz viel Schlaf, die einfach immer im Hintergrund mitläuft. Egal, ob Wochenende ist, du im Urlaub bist oder einmal eine Woche frei gemacht hast: Du stehst morgens auf und bist sofort am Limit.

Was du aus diesem Artikel mitnimmst

  • Warum sich diese Müdigkeit anders anfühlt als alles, was du vorher kanntest
  • Was hinter der Erschöpfung wirklich passieren kann, auch wenn deine Werte „in Ordnung“ sind
  • Wo du anfangen kannst, dich selbst und deinen Körper ernster zu nehmen

Heißt: Hier geht es nicht um eine To-do-Liste, sondern um ein klareres Bild davon, was wirklich los ist.

„Ich wache morgens auf und bin genauso müde wie abends" – kennst du diesen Satz?

So beschreiben Frauen ihre Erschöpfung, wenn sie zu mir in die Praxis kommen.

Eine Klientin sagte neulich zu mir: „Wenn es nach meinem Körper ginge, würde ich mich alle zwei Stunden hinlegen.“

Eine andere: „Mein großes Thema ist tatsächlich diese große Erschöpfung. Und eine Aussichtslosigkeit begleitet mich dabei.“

Wenn du dich darin wiederfindest, dann weißt du, wovon ich rede. Es ist eine Müdigkeit, die sich tiefer anfühlt als alles, was du sonst kennst.

Wie sich diese Müdigkeit unbemerkt in dein Leben frisst

Was mich in diesen Zeiten der Erschöpfung so fertig macht, ist, dass diese Müdigkeit nicht einfach verschwindet. Im Gegenteil: Sie verändert mein Leben.

Ich sage Verabredungen ab, weil ich keine Kraft mehr habe. Ich lehne Projekte ab, obwohl sie mich eigentlich interessieren würden.

Schon der Gedanke ans Feiern fühlt sich an wie zusätzliche Anstrengung.

Eine Klientin hat es mir mal so beschrieben: „Ich gehe nicht mehr feiern, ich mache keine Unternehmungen mehr, ich treffe keine Freunde. Ich bin abends einfach nur platt. Ich lebe eigentlich nur noch auf 20 Prozent.“

Eine andere sagte: „Es sind doch einige Leute auf der Strecke geblieben, freundschaftlich.“

Das Tückische daran: Du merkst es oft erst spät, wenn dein Leben deutlich kleiner geworden ist als früher.

„Du musst mal abschalten" – warum auch dieser Satz nicht hilft

Vielleicht kennst du diese Sätze auch:

  • „Du musst einfach mal abschalten.“
  • „Schlaf doch früher ins Bett.“
  • „Mach mal Urlaub.“
  • „Vielleicht ist es ja nur Stress.“

Die meisten, die das sagen, meinen es gut, weil sie sich Sorgen um dich machen. Und trotzdem tun diese Sätze weh,  weil sie an etwas  übersehen,    das du selbst genau spürst.

Du weißt nämlich genau, dass es nicht „nur“ Stress ist, warum du so erschöpft bist. Du spürst, dass da noch etwas anderes mitläuft, etwas Tieferes.

Wenn deine Werte „in Ordnung" sind und du trotzdem am Boden

Eine Klientin erzählte mir zuletzt: „Der Arzt sagt, der TSH-Wert ist doch super, aber ich fühle mich einfach nicht fit.“

Wenn du diesen Satz schon gehört hast, weißt du, wie sich das anfühlt: Wie ein Schlag in die Magengrube.

Du raffst dich auf, gehst endlich mal zum Arzt und erzählst von der bleiernen Müdigkeit, von dem Frust, vom Nichtmehrkönnen. Der Arzt untersucht dich, nimmt Blut ab.. und  am Ende heißt es: „Frau Soundso, ich habe gute Nachrichten für Sie: Sie haben Nichts! Alles im grünen Bereich.“

Vielleicht freust du dich zunächst. Doch genau hier liegt die Falle. Wenn deine Werte im Normbereich sind, denkst du irgendwann selbst, dass du dir das alles nur einbildest. Du hörst auf zu suchen und versuchst, dich mit deiner Erschöpfung abzufinden. Doch tief innen spürst du weiter: Da stimmt etwas nicht! 

Welche hormonellen Ursachen hinter Schlafproblemen stecken können, liest du hier.

Aha-Moment: Wenn das, was du fühlst und deine Laborwerte sich widersprechen, ist dein Gefühl dennoch nicht falsch.

Was in deinem Körper vor sich geht

Aquarell-Illustration: Drei Schichten der Erschöpfung – Schilddrüse, Nebennieren und Darm

Die Wahrheit ist: In dir passiert bei dieser Erschöpfung oft mehr, als ein einzelner Wert zeigen kann. Drei Schichten wirken dabei oft zusammen:

  • Deine Schilddrüse stellt Hormone her, die in jeder Zelle Energie produzieren. Wenn sie weniger sendet oder die Umwandlung nicht rund läuft, kommt in deinen Zellen weniger an.
  • Deine Nebennieren schütten unter langem Druck über Jahre Stresshormone aus. Irgendwann sind auch sie am Ende ihrer Kräfte.
  • Dein Darm bestimmt, wie viel von dem, was du isst, bei dir wirklich ankommt. Wenn dort Entzündung schwelt, fehlt es deinem Körper an Bausteinen.

Diese Schichten wirken zusammen und verstärken sich gegenseitig. Aber das ist nur die eine Hälfte der Geschichte.

Die zweite Schicht: Das jahrelange Funktionieren-wollen

Aquarell-Illustration: Frau balanciert mehrere Glaskugeln – Funktionieren-wollen und Erschöpfung des Nervensystems

Die andere Hälfte der Geschichte ist etwas, was sich nicht in Laboruntersuchungen oder Hormontests feststellen lässt.

Es ist eine tiefe Erschöpfung des Nervensystems. Sie entsteht, wenn wir Frauen uns jahrelang mit Volldampf nur um andere kümmern, alles alleine schaffen wollen und uns selbst dabei vergessen.

Eine Klientin hat es vor Kurzem so zusammengefasst: „Ich habe immer das Gefühl, ich muss alles selber machen. Und das erschöpft mich natürlich auch.“

Irgendwann sagt der Körper Stopp, weil ihm nichts anderes übrig bleibt.

Es kann sich anfühlen, als hätte er sich gegen dich gestellt, würde dich ausbremsen oder klein halten. Meistens ist es aber genau umgekehrt: Er versucht, dich zu schützen, weil du selbst nicht mehr Stopp sagen kannst.

Wie chronischer Stress und Hormone ineinandergreifen, beschreibe ich in einem eigenen Artikel.

Aha-Moment: Dein Körper ist kein Gegner. Er schützt dich, wenn du es nicht mehr selbst kannst.

Was ich aus der Erschöpfung gelernt habe

Silke Lemhöfer, Heilpraktikerin und Hormoncoach

In den letzten Monaten, in denen ich nach dem Tod meiner Eltern so erschöpft war, dass ich kaum arbeiten konnte, habe ich etwas sehr Wichtiges gelernt.

Ich habe gelernt, die Erschöpfung als etwas zu sehen, das mich liebevoll auf etwas aufmerksam machen möchte. Sie ist ein Beispiel dafür, wie das Hormon-Chaos eine Botschaft deines Körpers sein kann.

Sie möchte mich darauf hinweisen, dass ich mich an einer bestimmten Stelle von mir selbst entfernt habe. Von dem, was mir wichtig ist, von meinen Bedürfnissen und Gefühlen. Und dass ich mal wieder über meine Grenzen gegangen bin.

Dieser Blick hat etwas ganz Entscheidendes in meinem Leben verändert. Ich konnte auf einmal aufhören, gegen mich zu kämpfen.

Ich konnte mich und das, was war, annehmen und aus dieser Zeit mit einer ganz neuen Liebe zu mir selbst und damit auch mit neuer Kraft hervorgehen.

Eine Frage für dich:
Wenn deine Erschöpfung dir gerade etwas sagen möchte – wovon will sie dich abhalten? Wozu will sie dich einladen?

Lass auch du deinen Blick auf die Erschöpfung ganz liebevoll und weich werden. Es ist gut, dass sie da ist.

Sie erinnert dich an dich selbst und daran, dass auch du jemand bist, der liebevoll ernst genommen werden möchte, der Grenzen hat und nicht immer nur für andere da sein kann.

Wo du als Nächstes hinschauen kannst

Aquarell-Illustration: Kompass mit Körper, Zyklus, Energie – Hormon-Selbsttest

Im nächsten Teil dieser Serie geht es darum, was hinter dieser Erschöpfung wirklich steckt: Die körperlichen Schichten und die seelische Schicht, die so oft übersehen wird.

Wenn du dir vorher schon eine erste Orientierung verschaffen möchtest, kannst du meinen Hormon-Selbsttest ausfüllen. Er stellt dir Fragen zu deinem Körper, deinem Zyklus und deinem Energieniveau und gibt dir am Ende eine Einschätzung, welche Bereiche bei dir gerade besonders auffallen.

Bis bald,
deine Silke

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